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Jahrelang bedeutete der Handel mit Krypto-Futures, ins Ausland zu gehen. Bybit, Binance, Hyperliquid – man musste das Kontrahentenrisiko, die regulatorische Grauzone und gelegentliche Auszahlungssperren in Kauf nehmen, weil die USA schlichtweg keine entsprechenden Rahmenbedingungen für den Handel im Inland geschaffen hatten. Das ändert sich nun, und die Börsen verlagern bereits Kapital, um dieser Entwicklung zuvorzukommen.
Die großen US-Börsen drängen auf den Markt für Perpetual Futures, um einer erwarteten regulatorischen Änderung durch die CFTC zuvorzukommen. Die Muttergesellschaft von Kraken gab die Übernahme der Krypto-Derivateplattform Bitnomial für bis zu 550 Millionen US-Dollar bekannt. Coinbase hat bereits langfristige Futures-Kontrakte eingeführt, die Perpetual Futures nachbilden sollen, während Robinhood bestätigte, ähnliche Produkte für amerikanische Nutzer zu prüfen.
Der CFTC-Vorsitzende Michael Selig hat öffentlich erklärt, dass in naher Zukunft für regulatorische Klarheit gesorgt werden soll. Seine Behörde arbeitet aktiv mit der Branche zusammen, um die Einordnung von Perpetual Futures in den bestehenden Rahmen zu klären, insbesondere hinsichtlich Margin-Anforderungen, Hebelbegrenzungen und Liquidationsabwicklung. Derzeit befinden sich Perpetual Futures in den USA in einer rechtlichen Grauzone, und Bitnomial ist die einzige Plattform, die sie offiziell per Selbstzertifizierung anbietet.
Wenn die CFTC unbefristete Futures im Rahmen eines definierten Rahmens formell genehmigt, ändern sich drei Dinge für den Eigenhandel:
• Die Hebelbegrenzung ist das erste Problem. Die bestehenden Perpetual-Kontrakte von Coinbase begrenzen den Hebel auf 10x, weit unter den 50x oder 100x, die viele Trader von Offshore-Handelsplätzen kennen. Dies beeinflusst die Liquidationsdistanz, das Risiko pro Trade und die Positionsgröße.
Die Finanzierungskosten können unterschiedlich funktionieren. Offshore-Betrüger nutzen üblicherweise regelmäßige Finanzierungszyklen, während Coinbase die Finanzierung stündlich ansammelt und zweimal täglich abrechnet. Dies ist relevant für Swing-Trades, Overnight-Positionen und die Margin-Planung.
• Die Handelsplätze für Eigenhandelsfirmen könnten sich ändern. Wenn an US-regulierten Börsen eine hohe Liquidität für Eigenhandelsgeschäfte aufgebaut wird, könnten Firmen, die US-Händler bedienen, unter Druck geraten, die Ausführung über konforme Plattformen anstatt über Offshore-Handelsplätze abzuwickeln.
Hier wird die Geschichte komplizierter, als die Überschrift vermuten lässt.
Der CFTC-Vorsitzende Selig ist derzeit der einzige bestätigte Kommissar von fünf Sitzen. Für die formelle Regelsetzung ist ein Quorum erforderlich, und größere Änderungen bedürfen der Abstimmung. Die Behörde bewegt sich in die richtige Richtung, doch eine geschwächte Regulierungsbehörde kann nicht über Nacht Regeländerungen herbeiführen.
Der „Digital Asset Market Clarity Act“, der die Zuständigkeiten der einzelnen Behörden im Kryptobereich klären soll, steckt weiterhin im Kongress fest. Ohne dieses Gesetz agiert die CFTC eher im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse, anstatt auf der Grundlage eines klaren Mandats zu handeln.
Vollständige regulatorische Klarheit mit definierten Hebelgrenzen und Margin-Anforderungen ist eher 2027 als 2026 zu erwarten. Der Status quo im Offshore-Bereich dürfte mindestens weitere zwölf Monate bestehen bleiben. Der Wandel kommt, aber er vollzieht sich nicht über Nacht.
Für finanzierte Händler sind die wichtigsten Signale einfach:
• Vorgeschlagene Hebelbegrenzungen: Wenn die Grenze unter 20x liegt, müssen Systeme mit hohem Hebel einem Stresstest unterzogen werden.
• Gestaltung des Finanzierungssatzes: Eine stündliche Abgrenzung, eine zweimal tägliche Abrechnung oder ein anderes Modell könnten die Haltekosten verändern.
• Reaktionen der Eigenhandelsfirmen: Beobachten Sie, ob Firmen verstärkt auf US-regulierte Handelsplätze ausweichen, insbesondere für amerikanische Kunden.
• Liquiditätsmigration : Wenn Coinbase, Kraken, Robinhood oder Gemini ein hohes Handelsvolumen anziehen, bleiben Offshore-Märkte für Perpetuum Mobile möglicherweise nicht mehr der einzige ernstzunehmende Handelsplatz.
Höchstwahrscheinlich ja, zumindest anfänglich. Die aktuellen Perpetual-Kontrakte von Coinbase sind auf das Zehnfache des Bitcoin-Hebels begrenzt, und Branchenvertreter drängen auf festgelegte Hebelbegrenzungen als Teil einer formellen Zulassung. Erfahrene Trader, die auf Offshore-Plattformen Hebel von 50x oder 100x gewohnt sind, sollten bei regulierten US-Produkten mit deutlich strengeren Rahmenbedingungen rechnen.
Indirekt ja. Wenn große US-Börsen eine hohe Liquidität in regulierten Perp-Märkten entwickeln, verschiebt sich das globale Liquiditätsgleichgewicht, und die Offshore-Finanzierungsraten sowie die Liquidationsdynamik werden davon beeinflusst, wo große US-Kapitalbeträge letztendlich gehandelt werden. Die langfristigen Auswirkungen werden global spürbar sein, nicht nur im Inland.
Eine formelle Genehmigung durch die CFTC mit einem definierten regulatorischen Rahmen ist eher 2027 als 2026 zu erwarten. Kurzfristig ist davon auszugehen, dass mehr Börsen unbefristete Produkte selbstzertifizieren werden, ohne dass die CFTC eingreift. Dies kommt einer faktischen Genehmigung ohne formelles Regelwerk gleich.
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